das Rittergut Adelsborn 
 
Auch wenn heute von dem einstigen Rittergut Adelsborn nicht mehr viel historisches erhalten ist, so reicht seine Geschichte doch bis ins 14. Jh. zurück. Am Lucientag, dem 13. Dezember 1337 haben die von Wintzingerode zusammen mit anderen Ritterfamilien den Gutshof vom Grafen von Hohnstein erworben. Die ursprüngliche Anlage ist wie die Burg Bodenstein im Bauernkrieg zerstört worden. Mit dem Wiederaufbau begann Hans v.W. im Jahre 1560, die Fertigstellung erfolgt unter den Brüdern Driedrich und Wilke um 1597. Eine verläßliche Zeichnung des Schlosses gibt es aus den Jahren 1734 - 1738 in der Tafel XIII des Lagerbuches der Bodensteiner Herrschaft durch Jakob Müller (siehe Rassow S. 13). Bereits 1796 ist diese Anlage nur noch Ruine. Im Jahre 1797 werden von dieser das obere Geschoß und der Vorbau abgetragen und nach zum Teil noch erhaltenen Zeichnungen in Fachwerk wiederaufgebaut. In dieser Form ist das Herrenhaus bis zum Ende des 2. Weltkrieges erhalten geblieben. Die Glocke der kleinen Kapelle stammte aus dem Jahre 1683, wurde aber zu Kriegzwecken eingezogen. 1668 wurde Adeslborn zum Stammsitz der Adelsborner Linie derer von Wintzingerode, nachdem auf Grund der Größe der Familie die Burg zu klein wurde. Hans Ernst von Wintzingerode wurde zum Begründer der Adelsborner Linie, aus der später der berühmte Ferdinand Freiherr von Wintzingerode hervor ging.
Der Name Adelsborn geht auf das Wort Atzelborn zurück, das eine Quelle bezeichnete an der Atzeln standen. Atzeln nennt man auf dem Eichsfeld die Erlen.
 
adelsborn 1945
Joomla templates by a4joomla